Das Wort „Tattoo“ stammt von den Samoa-Inseln und bedeutet „markieren“. Schon in grauer Vorzeit galten Tattoos als eine Form von Körperschmuck, die ältesten uns bekannten Tattoos gehen bis in die Altsteinzeit zurück. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Mumie des „Ötzi“, auf der 57 Tattoos entdeckt wurden, die meisten davon auf dem Rücken. Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung wurde die Kunst des Tätowieren nicht nur in der polynesischen Kultur gepflegt – es gibt noch viele weitere Kulturkreise, in denen Tattoos verbreitet waren, wie etwa in Japan oder in den arabischen Ländern (wo sie oft unter Verwendung von Henna ausgeführt wurden).

Wie entsteht ein Tattoo?

Die Anfertigung einer Tätowierung ist ein Aspekt, der bisher noch nicht auf breiter Basis wissenschaftlich untersucht worden ist, und über den wir wahrscheinlich eher weniger wissen. Die meisten wissen, dass ein Tattoo mittels einer Tätowiermaschine, die so ähnlich aussieht wie der Bohrer eines Zahnarztes, durch Injektion der Tinte in die Haut eingebracht wird.

Hier einige aktuelle Beispiele aus unserer Künster-Schmiede…

Die Nadel durchdringt die Haut bis zu einer Tiefe von ungefähr einem Millimeter und hinterlässt dort winzige Tröpfchen Tinte, die von der Haut nicht aufgelöst werden können. Die Tinte sammelt sich nun in der zweiten, tiefer gelegenen Hautschicht, der eigentlichen „Dermis“, deren Zellen wesentlich stabiler sind als die der obersten Hautschicht, der „Epidermis“. Die Nadel kann die Haut bis zu 3.000 mal pro Minute durchstechen.

Eine sorgfältige Sterilisierung der Nadel ist die wesentliche Voraussetzung für jede Art von Tätowierung, da ja die winzigen Verletzungen des Organs Haut ein ernst zu nehmendes Risiko von Infektionen und der Übertragung von Krankheiten mit sich bringen können. Allerdings liegt der größte Teil der Verantwortung beim Künstler,  also dem Tätowierer selbst. Denn ganz gleich, wie gut seine Ausrüstung oder die von ihm verwendete Tinte auch sein mag, deren fachgerechte Verarbeitung hängt nur von ihm (oder ihr) ab.